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Aktualisiert: vor 44 Minuten 10 Sekunden

„Völlige Spinnerei“: nano über die Germanische Neue Medizin

vor 5 Stunden 19 Minuten

Das 3sat-Wissenschaftsmagazin nano hat gestern den SRF-Beitrag vom Mai über die Germanische Neue Medizin zweitverwertet (daher findet Hamers Tod in dem Film keine Erwähnung).

Anhänger der “Germanischen Neuen Medizin” glauben, dass Krebs durch unbewältigte psychische Konflikte entsteht. Ein Glaube, den manche Patienten mit dem Leben bezahlen.”

Hier geht’s zum Video (zirka sieben Minuten).

Zum Weiterlesen:

  • Franco Cavalli fordert Strafartikel gegen Scharlatane, srf am 17. Mai 2017
  • Die Todesopfer der GNM: Hamer, wie er wirklich war, GWUP-Blog am 6. Juli 2017

Wissenschaft & Blödsinn: Der Flachsinn der Flat Earther

vor 5 Stunden 19 Minuten

In seiner “Wissenschaft & Blödsinn”-Kolumne schreibt Dr. Florian Aigner diese Woche über die Flat Earther:

Über die Flacherdler kann man vielleicht noch lachen. Doch ganz Ähnliches kann auch mit anderen Theorien geschehen, bei denen uns das Lachen dann vielleicht doch ganz rasch vergeht.”

Zum Weiterlesen:

  • Die flachste Theorie der Welt, futurezone am 22. August 2017
  • Video: Und sie ist doch flach! GWUP-Blog am 18. August 2017
  • Die fünf krudesten Verschwörungstheorien, hpd am 21. August 2017
  • Verschwörungstheorien: Wenn einem die Worte fehlen, GWUP-Blog am 20. August 2017
  • Skeptical-Video: “Die Esoteriker hatten recht” mit Florian Aigner und Martin Moder, GWUP-Blog am 10. Juli 2017
  • Scheibenwelt: Was wir von Flacherdlern lernen können, SPON am 13. August 2017

„Ekelhafte Lobbyistenaktivität“? Münsteraner Kreis zu den Heilpraktiker-Vorwürfen

Di, 22. 08. 2017

Das “Münsteraner Memorandum Heilpraktiker” (online hier) sorgt für Wirbel – bei Spiegel Online war ein Beitrag darüber gestern der meistgeteilte.

Erwartungsgemäß schlagen in den Kommentarspalten die Wogen hoch, wo die üblichen Verschwörungstheorien und Lobbyismus-Vorwürfe wild durcheinander purzeln.

Auch dem Präsidenten des Fachverbands Deutscher Heilpraktiker fällt in der Süddeutschen wenig mehr dazu ein, als dass es der Expertengruppe “ausschließlich” darum gehe, “unliebsame Konkurrenz loszuwerden”.

Das ist Wunschdenken vonseiten der Alternativmedizin, dass sie so wichtig ist. Wenn Heilpraktiker, Homöopathen und Co. wirklich eine ernsthafte ökonomische Konkurrenz für die großen Interessengruppen im Gesundheitswesen wären, würde der Widerstand dagegen ganz anders aussehen”,

erklärt dazu einer der federführenden Hauptautoren des Memorandums, Dr. Christian Weymayr.

Wir haben den Biologen, Wissenschaftsjournalisten und Presse-Ansprechpartner des Münsteraner Kreises zu den immerselben Anwürfen befragt. Das ausführliche Interview gibt es im Skeptiker zu lesen, der im September erscheint.

Darin nimmt Weymayr auch Stellung zu den zahlreichen Verweisen von KAM-Verfechtern (Komplementär-Alternative Medizin) auf die Schwächen und Begrenzungen der akademischen Medizin, wie zum Beispiel „MRSA-verseuchte Krankenhäuser“, „unnötige Operationen“ oder “ärztliche Kunstfehler“:

All das spricht nicht für Heilpraktiker, sondern gegen die Fehlertoleranz in der akademischen Medizin. Auch die Qualität der akademischen Medizin muss immer weiter verbessert werden.

Kommentatoren, die uns, also den Mitgliedern des Münsteraner Kreises, Lobbyarbeit für die Schulmedizin unterstellen, sollten bedenken, dass wir alle ausgewiesene Kritiker auch der EbM sind. Ich selbst habe beispielsweise das Buch „Mythos Krebsvorsorge“ mitverfasst und verstehe ohnehin nicht, wieso jeder Deutsche im Durchschnitt 17 Mal im Jahr zum Arzt geht.

Wie auch immer: Unsere Expertengruppe analysiert das Gesundheitswesen aus einer dezidiert wissenschaftsorientierten Perspektive. Und damit geraten wir automatisch auf Konfrontationskurs mit unwissenschaftlichen Entwicklungen in der der Wissenschaftlichkeit verpflichteten Medizin.”

Als Projektleiter des IGeL-Monitors ist Weymayr seit langem auch ein ausgewiesener Kritiker von Individuellen Gesundheitsleistungen.

Das Münsteraner Memorandum Heilpraktiker wendet sich ausdrücklich auch gegen ärztliche KAM-Anbieter. Anschuldigungen, der Münsteraner Kreis wolle Heilpraktiker als Konkurrenz zu ärztlichen “Alternativ”-Anbietern verdrängen, sind schlicht absurd.

In dem Papier heißt es:

So sollten aus unserer Sicht Verfahren der Alternativmedizin überhaupt keinen Platz in der wissenschaftsorientierten Versorgung haben, da dies als wissenschaftliche „Adelung” des gerade Nicht-Wissenschaftlichen erscheinen muss, und zwar selbst dann, wenn diese Verfahren lediglich ergänzend eingesetzt werden.

Hier gilt: Ein der Patientenversorgung verpflichtetes Gesundheitssystem muss von unbelegten und überzogenen Heilsversprechen gänzlich freigehalten werden.“

Auch in der Pressemitteilung der Uni Münster wird betont:

Die Arbeit der Gruppe wurde nicht von Dritten finanziell unterstützt, und die Mitglieder sind frei von Interessenkonflikten.”

Zur vielzitierten Heilpraktikerprüfung, die von Kommentatoren als Garant für eine “fundierte Ausbildung” und für “professionelle Heilkunde” angeführt wird, sagt Weymayr:

Was an Heilpraktikerschulen gelehrt wird, ist bestenfalls ein Kratzen an der Oberfläche – zumal keinerlei wissenschaftlich fundierte, standardisierte oder kontrollierte Ausbildung vorgeschrieben ist. Angehende Heilpraktiker können sich auf die verlangte Prüfung auch autodidaktisch vorbereiten, ohne je einen Patienten zu sehen.

Weder die Lerninhalte noch die Prüfungsfragen werden der Komplexität des heute bekannten Krankheitsspektrums auch nur im Entferntesten gerecht.

Dass man mit diesem rudimentären Wissen – wobei man hier „Wissen“ in ganz dicke Anführungsstriche setzen muss – Diagnosen stellen und fast alle im ärztlichen Beruf angesiedelten Tätigkeiten ausüben darf, ist für uns nicht akzeptabel.”

 

Auch gehe es keineswegs nur um ein paar “schwarze Schafe”, wie sie jeden Berufsstand verunzieren, oder um individuelle Behandlungsfehler von einzelnen Heilpraktikern, sondern:

Die gesamte Konstruktion des Heilpraktikerwesens ist von Grund auf falsch. Auf diesen Fehler des Systems müssen wir fokussieren.”

Im Memorandum ist die Begründung so formuliert:

Während die wissenschaftsorientierte Medizin in ihren Diagnose-, Therapie- und Präventionskonzepten grundsätzlich rational überprüfbar sein will und ihre kontinuierliche wissenschaftliche Weiterentwicklung und Verbesserung anstrebt, das heißt fortschrittsfähig ist, bewegt sich das Heilpraktikerwesen überwiegend in einer Parallelwelt mit eigenen, meist dogmatisch tradierten Krankheits- und Heilkonzepten.

Je nach Lehre enthalten diese mehr oder weniger wissenschaftlich unbegründete oder unhaltbare Elemente.

Vielfach handelt es sich dabei um Glaubensüberzeugungen, von denen viele wissenschaftlichen Erkenntnissen widersprechen oder durch die moderne Medizin empirisch widerlegt sind.“

Und all denjenigen, die “wir nicht überzeugen”, empfiehlt Weymayr das „Berufsbild des Heilpraktikers“ zur Lektüre, welches die Heilpraktikerverbände verabschiedet haben:

Das ist ein echter Augenöffner.”

Zum Weiterlesen:

  • Gegenwind für Heilpraktiker – Expertenkreis fordert: Entweder Zusatzqualifikation oder ganz abschaffen! medscape am 21. August 2017
  • “Irrsinn”: Soll der Heilpraktiker-Beruf in Deutschland abgeschafft werden? stern.de am 22. August 2017
  • „Unhaltbare Krankheitskonzepte“: Interview mit Prof. Bettina Schöne-Seifert, Deutschlandfunk am 22. August 2017
  • Alternativmedizin: Ruf nach konsequentem Patientenschutz, Ärztezeitung am 21. August 2017
  • Abschaffen oder reformieren: GWUP unterstützt Appell zur umfassenden Neuregelung des Heilpraktikerwesens, GWUP-Blog am 21. August 2017

Wunsch-Bullshit: Hugo Egon Balder im Hoaxilla-Podcast

Di, 22. 08. 2017

Nach dem Hoaxilla TV-Beitrag mit Hugo Egon Balder ist jetzt auch ein kostenloser Podcast online:

Vor einigen Monaten sprachen wir mit dem Entertainer Hugo Egon Balder über „Wunsch-Bücher“, die versprechen, dass man sich alles Denkbare vom Universum wünschen kann.

Hugo und sein kreativer Partner Jacky Dreksler sehen das anders und haben dazu das wunderbare Buch „Wunsch-Bullshit im Universum“ geschrieben. Darüber und auch über Privates sprachen wir mit Hugo.”

Zum Weiterlesen:

  • Die Wünschelwichte: Interview (PDF) mit Hugo Egon Balder und Jacky Dreksler zu ihrem Buch “Wunschbullshit im Universum”, Skeptiker 2/2008
  • Dreksler & Balder: “Das ist doch alles Bullshit”, GWUP-Blog am 7. Juni 2008
  • Wünschelwichte: GWUP in der “Bunte”, GWUP-Blog am 6. November 2010
  • Jubiläumsgast bei Hoxilla-TV: Hugo Egon Balder spricht über die “Wünschelwichte”, GWUP-Blog am 1. September 2016
  • Hoaxilla #206 – „Herr Balder und Wunsch-Bullshit“ vom 20. August 2017

Impfverweigerer: „Wenn Zureden nicht hilft, dann funktioniert Strafe vielleicht“

Mo, 21. 08. 2017

Spiegel-Online diskutiert verschiedene Maßnahmen gegen die schlechten Impfquoten in Deutschland, insbesondere bei Masern.

In einem Kommentar fordert die Medizinerin und Spiegel-Autorin Josephin Mosch härtere politische Maßnahmen –und erklärt Impfverweigerern wie dem bayerischen Berufsgrantler Hans Söllner noch einmal, was diese partout nicht verstehen wollen (“Wovor hat der Geimpfte Angst? Dass ich ihn anstecke? Es kann ihm doch nichts passieren. Er ist doch geimpft.”):

Nur eine hohe Impfquote schützt all jene, die nicht geimpft werden können: Neugeborene, die noch zu jung sind, um geimpft zu werden. Krebspatienten, die immunsupprimiert sind. Schwangere […]

Warum nehmen wir es einfach hin, dass wir Gesundheit und Leben von gefährdeten Menschen so aufs Spiel setzen? Wenn Zureden nicht hilft, dann funktioniert Strafe vielleicht.”

Auch der SPD-Gesundheitsexperte Prof. Karl Lauterbach sprach sich heute für eine Impfpflicht aus.

In einem weiteren Spiegel-Online-Beitrag erklärt die Psychologin Cornelia Betsch von der Uni Erfurt verschiedene Motive von Impfverweigerern: Bequemlichkkeit, Gleichgültigkeit, irrationale Ängste, eine verzerrte Risikowahrnehmung – und Selbsttäuschung:

Was wir in unserer Umwelt erfahren, ist etwas anderes als das, was wir kognitiv reflektieren. Ich kann vielleicht wissen, was Diphterie oder Polio ist, aber wenn ich es noch nie gesehen habe, dann ist das abstrakt.

Die Menschen fokussieren sich also mehr auf die Risiken der Impfung, weil sie sich nicht unmittelbar von der Krankheit bedroht fühlen. Das legt auch eine Studie nahe, die zeigt, dass die Europäer am skeptischsten gegenüber Impfungen sind.”

Zum Weiterlesen:

  • Schlechter Masernschutz: Deutschland kränkelt vor sich hin, Spiegel-Online am 21. August 2017
  • Masern: Lauterbach für Impfpflicht, DAZ.online am 21. August 2017
  • Masernschutz: Keine Impfung? Kein Kindergeld! Spiegel-Online am 21. August 2017
  • Impfskepsis in Deutschland: “Akademiker sind besonders kritisch”, Spiegel-Online am 21. August 2017
  • Murnau – Hauptstadt der Impfgegner, Süddeutsche am 17. Juli 2017
  • Ungeimpfte Kinder sind gesünder? „Brisante Studie“ ist nur Impfgegner-Nonsens, GWUP-Blog am 29. Mai 2017
  • Impfgegnerin unterliegt vor dem BGH: Impfungen dienen dem Kindeswohl, GWUP-Blog am 23. Mai 2017
  • Impfpflicht – Gut gemeint … trotzdem Mist, diaphanoskopie am 15. Juni 2014
  • Wollt ihr die totale Impfpflicht? Gesundheits-Check am 29. Mai 2017
  • Impfmüdigkeit, Skeptiker 4/2016
  • Impfskepsis: Was steckt hinter der Impfangst? spektrum.de am 4. April 2017

Abschaffen oder reformieren: GWUP unterstützt Appell zur umfassenden Neuregelung des Heilpraktikerwesens

Mo, 21. 08. 2017

Die GWUP unterstützt das “Münsteraner Memorandum Heilpraktiker”.

Dieser im Deutschen Ärzteblatt veröffentlichte Aufruf richtet sich gegen die “unangemessene Ausbildung” und die “meist unhaltbaren Krankheitskonzepte” der Heilpraktiker und fordert die Abschaffung des Heilpraktikerberufs – oder aber eine umfassende Reform.

Erarbeitet wurde das Memorandum vom “Münsteraner Kreis”, einer interdisziplinären Expertengruppe aus Medizinern, Juristen, Gesundheitswissenschaftlern, Psychologen und anderen. Zu den 17 Autoren des Heilpraktiker-Memorandums gehören Prof. Edzard Ernst, Dr. Natalie Grams, Dr. Norbert Aust, Dr. Christian Weymayr, Prof. Norbert Schmacke und Prof. Jutta Hübner.

Initiiert wurde der “Münsteraner Kreis” von der Medizinethikerin Prof. Bettina Schöne-Seifert (Universität Münster).

Die Experten skizzieren in ihrem Appell zwei Lösungsansätze: die Abschaffung des Heilpraktikerberufs oder dessen Ablösung durch Einführung spezialisierter “Fach-Heilpraktiker” als Zusatzqualifikation für bestehende Gesundheitsfachberufe wie etwa Ergotherapeuten, Gesundheits- und Krankenpfleger oder Physiotherapeuten.

In einer Pressemitteilung erklärt Schöne-Seifert:

Wir wollten den gegenwärtigen Irrsinn nicht länger hinnehmen.”

Institutionen und Einzelpersonen können sich dem “Münsteraner Memorandum Heilpraktiker” hier als Unterstützer anschließen.

Zum Weiterlesen:

  • Heilpraktikerwesen: Selbstbestimmung und Gefahr, aerzteblatt.de am 21. August 2017
  • Heilpraktiker in der Kritik: “Den gegenwärtigen Irrsinn nicht länger hinnehmen”, Spiegel-Online am 21. August 2017
  • Heilpraktiker: Erst Physiotherapeut, dann Heilpraktiker, Süddeutsche am 21. August 2017
  • Münsteraner Memorandum: Medizin-Experten fordern Reform von Heilpraktiker-Gesetz, rp-online am 21. August 2017
  • Werden Heilpraktiker jetzt verboten? tag24 am 21. August 2017
  • Experten fordern Abschaffung oder Reform des Heilpraktikerberufs, DAZ.online am 21. August 2017

Verschwörungstheorien: Wenn einem die Worte fehlen

So, 20. 08. 2017

Interessanter Erfahrungsbericht im Jugendportal der Zeit:

Was tun?

Für meine nächste Begegnung dieser Art weiß ich: Es gibt rechte Verschwörungstheoretiker*innen, es gibt sie überall, sogar im Urlaub. Das ist nervig, aber erst mal nicht bedrohlich. Ich kann also weiteratmen.

Möglichst unbeeindruckt nachfragen und seine Theorie auf Schwachstellen untersuchen. Und die Schwachstellen entlarven. Nach außen sind Verschwörungstheorien imposant, nach innen oft porös […]

Ich werde es vielleicht nicht schaffen, eine*n Verschwörungstheoretiker*in zu bekehren, aber ich kann eine weitere Person sein, die er nicht mit seinem Quatsch überzeugt hat – und vielleicht sogar die anderen Mitreisenden.

Es ist ein bescheidener Triumph. Aber einer, mit dem es sich entspannt weiterurlauben lässt.”

Im Webportal The Conversation fasst ein Experte für Wissenschaftskommunikation den aktuellen Erkenntnisstand zu diesem Thema zusammen:

  • Versuchen Sie eine gemeinsame Basis des Verstehens zu finden.
  • Sprechen Sie den Mythos gar nicht mehr an.
  • Konzentrieren Sie sich stattdessen ausschließlich auf die Fakten, die dagegen sprechen.
  • Denken Sie daran, dass Verschwörungstheorien Identität schaffen. Finden Sie Argumente, die mit der Weltanschauung Ihres Gegenübers kompatibel sind. Konservative Klimawandelleugner etwa sind eher bereit, ihren Standpunkt zu überdenken, wenn ihnen zugleich Klimaschutzmaßnahmen als Impuls für Investitionen und neue Geschäftsmöglichkeiten nahegebracht werden.
  • Verpacken Sie die Fakten in eingängige Geschichten.
  • Verlangen Sie Beweise und genaue Erklärungen.

Zum Weiterlesen:

  • Wie ich im Hostel-Urlaub einem rechten Verschwörungstheoretiker begegnete, ze.tt am 20. August 2017
  • Why people believe in conspiracy theories – and how to change their minds, The Conversation am 18. August 2017
  • Broschüre zum Umgang mit antisemitischen Verschwörungstheorien, Amadeu-Antonio-Stiftung
  • Critical thinking skills are more important than IQ for making good decisions in life, Research Digest am 21. Juli 2017
  • Skepsis vs. “Leugnismus”, GWUP-Blog am 13. August 2017
  • Warum wir nicht glauben, was uns nicht passt: eine Analyse, GWUP-Blog am 8. August 2017
  • Kindersklaven auf dem Mars? Was passieren muss, damit Konspirologen zweifeln, GWUP-Blog am 3. Juli 2017
  • Neuerscheinung: Am Anfang war die Verschwörungstheorie, GWUP-Blog am 4. Juni 2017
  • Die zehn besten Antworten auf Verschwörungstheorien, Technology Review am 21. April 2008
  • Das kann doch nicht wahr sein, tagesspiegel am 29. November 2013

Breitbart-Chef ist „zurück an den Waffen“: Lukas Podolski flüchtet per Jet-Ski aus Marokko

So, 20. 08. 2017

Wunderbares (unfreiwilliges) Statement zum Thema Fake News:

Das rechtspopulistische bis rechtsextreme (taz) US-Portal Breitbart, das andere Medien gerne der “Lüge” bezichtigt, illustriert einen Artikel über ein Jet-Ski-Schleppernetzwerk im Mittelmeer mit einem Urlaubsfoto von Lukas Podolski:

Jetzt wissen wir wenigstens, was Breitbart-Chef Stephen Bannon konkret gemeint hat, als er nach seinem Rauswurf aus dem Weißen Haus am Freitag verkündete, er habe “seine Hände zurück an den Waffen”:

Zum Weiterlesen:

Wie man mit fünf Euro am Tag „Reichsbürger“ trollt

Sa, 19. 08. 2017

Unter anderem wegen “illegaler Geschäfte mit einer Art eigener Krankenkasse” ist der “König von Deutschland” Peter Fitzek zu einer weiteren Haftstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt worden.

Das ganze absurde Theater des letzten Verhandlungstages kann man beim Goldenen Aluhut nachlesen.

Bezeichnend für diese seltsame Szene ist, dass Fitzeks “Geschäftsmodell” (mit dem er 360 000 Euro eingenommen hat) trotzdem Nachahmer findet:

Auf ihrer Internetseite bietet die Deutsche Gesundheitskasse (Degeka) Arzt-, Zahnarzt- und Krankenhausbehandlungen an. Im Katalog sind auch Leistungen für Behandlungen durch Heilpraktiker sowie die Erstattung der Kosten von Naturheilverfahren und medizinischen Aufwendungen bei Auslandsreisen enthalten. In der Degeka-Satzung wird das Geschäftsgebiet als “ganz Deutschland in seinen Außengrenzen, wie diese am 31. Juli 1914 bestanden”.

Vice hat einen “Reichsbürger” names Erhard Lorenz als Gründer der angeblichen “Gesundheitskasse” ausfindig gemacht:

Auch wenn die Versicherung sich auf das deutsche Kaiserreich beruft, akzeptiert die “DeGeKa” ihre Monatsbeiträge nur in der “jeweils gültige[n] Währung in Deutschland”, heißt es auf einem Dokument mit der Übersicht der Leistungen.

Beim Geld sind die Reichsbürger dann doch auf dem Boden der Realität angekommen.”

Da ist wohl was dran – denn das Innenministerium von Schleswig-Holstein hat einen simplen Weg gefunden, Reichsheinis den Spaß zu verderben.

“Reichsbürger”, die ihren Ausweis bei den Behörden abgeben wollen, um damit ihre Verweigerungshaltung zu dokumentieren, müssen jetzt eine Verwahrgebühr von fünf Euro pro Tag bezahlen:

Nach Auskunft des Ministeriums nehmen seit der Gebühreneinführung knapp 70 Prozent der „Abgabewilligen“ ihre Papiere nach dem Behördengang wieder mit nach Hause.”

Zum Weiterlesen:

  • Weitere Haftstrafe für Peter Fitzek, mdr am 10. August 2017
  • König gegen Staatsanwalt – Das Urteil, Der Goldene Aluhut am 17. August 2017
  • Wir haben mit dem “Reichsbürger” gesprochen, der eine eigene Krankenkasse gegründet hat, vice am 18. August 2017
  • Finanzaufsicht warnt vor “Reichsbürger”-Krankenkassen, mdr am 18. August 2017
  • Schleswig-Holstein trollt Reichsbürger mit Verwahrgebühr, justillon am 13. August 2017
  • Warum es “die Reichsbürger” gar nicht gibt, belltower.news am 10. August 2017
  • 2 Jahre und 6 Monate Haft für Peter Fitzek … und warum das gar nicht schlimm ist, reichsdeppenrundschau am 11. August 2017
  • Neonazis haben schreckliche Angst, geoutet zu werden, broadly am 18. August 2017
  • Zehn Dinge, die man über die Identitären lernt, wenn man ihr Lexikon liest, vice am 18. August 2017
  • Wie geht’s wirklich unter Reichsbürgern zu? perspective daily am 31. Mai 2017
  • In was für einem Land leben wir eigentlich? Mit Reichsbürgerideen durch Absurdistan, Skeptiker 2/2017
  • Jetzt als Video: “Reichsbürger” und die BRD-GmbH bei “Skeptics in the Pub Köln”, GWUP-Blog am 7. Juni 2017

Video: Und sie ist doch flach!

Fr, 18. 08. 2017

Ein Video, das sehr anschaulich zeigt, wie beim Thema “Flache Erde” Satire und postfaktische Realität kaum noch unterscheidbar sind:

(Spoiler: Es ist Satire.)

Zum Weiterlesen:

  • Glaube an Scheibenwelt: Flachwitz, SPON am 13. August 2017
  • Video: So erklären “Flat Earther” die flache Erde, GWUP-Blog am 1. Juli 2017
  • Der ärgerliche Mythos des Glaubens an die flache Erde, Psiram am 4. August 2017

Wahlprüfsteine: Was sagen die Parteien zu Themen aus dem Bereich Forschung und Bildung?

Fr, 18. 08. 2017

Interessant:

Mehrere naturwissenschaftliche Fachgesellschaften haben sich zusammengetan und die Parteien in Deutschland rund einen Monat vor der Bundestagswahl zu ihren wissenschaftspolitischen Einstellungen befragt.

Dazu legten sie CDU, SPD und Co einen Fragebogen vor, der unter anderem auf die Themen Bildung, Gleichberechtigung, Klimaschutz und Energiewende eingeht.”

Die Antworten gibt’s im Blog der Deutschen Mathematiker-Vereinigung (DMV).

Auch ganz nett:

Misslungene Formulierungen und abwegige Forderungen”

in den Wahlprogrammen der Parteien, zum Beispiel:

Die Steinzeit endete, obwohl es noch unzählige Steine gab – und das fossile Zeitalter muss enden, obwohl es noch jede Menge Kohle, Gas und Öl im Boden gibt.“

Zum Weiterlesen:

  • Bundestagswahl 2017: Wie stehen die Parteien zur Wissenschaft? spektrum.de am 18. August 2017
  • Parteiprogramme im Faktencheck, spektrum.de am 17. August 2017
  • Wissenschaft, Erkenntnis und ihre Grenzen, Spektrum der Wissenschaft 8/2017
  • Wissenschaft im Zeitalter der (Post)Moderne, salonkolumnisten am 18. August 2017
  • Fakten? Egal! salonkolumnisten am 6. August 2017
  • Koordinierungsrat säkularer Organisationen KORSO verschickt Wahlprüfsteine, hpd am 9. August 2017
  • Sie lesen keine Wahlprogramme? Sie verpassen was, Welt-Online am 12. August 2017

Podcast: Das glückliche Händchen und andere kognitive Verzerrungen

Fr, 18. 08. 2017

Die Schweizer Skeptiker haben den zweiten Teil der neuen Podcast-Serie “Kognitive Verzerrungen” veröffentlicht:

Wir alle denken, tagein, tagaus. Meistens denken wir dabei automatisiert und schnell. Das macht vielfach Sinn, aber es ist auch ein Problem, denn unser automatisiertes Denken beruht auf kognitiven Verzerrungen.

Wir müssen, um rational zu sein, diese Cognitive Biases kennenlernen: Erst, wenn wir uns unserer Denkfehler bewusst sind, können wir rationaler werden.

In Folge 60 von skeptisCH geht es um vier kognitive Verzerrungen, die alle mit Wahrscheinlichkeiten zu tun haben: Die Conjunction Fallacy, die Base Rate Fallacy, die Gambler’s Fallacy und die Hot Hand Fallacy.”

Zum Weiterlesen:

  • skeptisCH – Folge 60: Kognitive Verzerrungen, Teil 2, skeptiker.ch am 16. August 2017
  • Neue “skeptisCH”-Serie: Kognitive Verzerrungen, GWUP-Blog am 4. August 2017
  • Kognitive Verzerrung: Warum sich Menschen gerne überschätzen, spektrum.de am 10. August 2017
  • Warum wir nicht glauben, was uns nicht passt, spektrum.de am 7. August 2017

Zwangsprostitution, Voodoo- Zauber und das Strafrecht

Do, 17. 08. 2017

Die Ärztezeitung und der Stern (34/2017) berichten heute über ein Thema, um das es auch im Skeptiker 4/2016 ging:

Wir sprachen damals mit der Rechtswissenschaftlerin Dr. Verena J. Dorn-Haag von der Universität Augsburg über die juristischen Aspekte von Strafdelikten im Bereich der Esoterik.

Aus aktuellem Anlass hier das vollständige Interview:

Skeptiker: Das Amtsgericht in Hamburg-St.-Georg hat gerade eine Hellseherin zu einem Jahr Gefängnis auf Bewährung und finanzieller Wiedergutmachung verurteilt.

Die Dame hatte von einer Klientin aus der Schweiz 322 000 Euro kassiert, weil sie über ein spirituelles Energiefeld Kontakt zum damaligen Lebensgefährten der Kundin herstellen und ihn so dazu zu bewegen könne, die Frau aus Bern zu heiraten. Hat aber nicht funktioniert.

Es ist also schwierig, aber nicht unmöglich, im Bereich Hexerei und Magie eine strafrechtliche Verurteilung zu erreichen?

Verena J. Dorn-Haag: Unmöglich – nein. Schwierig – ja. Und zwar deshalb, weil der Tatbestand des Betrugs Vorsatz erfordert. Wenn eine Hellseherin davon überzeugt ist, dass sie eine sogenannte unmögliche Leistung wirklich erbringen kann, ist sie dem Gesetz nach keine Betrügerin.”

Ist das nicht ziemlich absurd?

Vor einigen Jahren haben vereinzelte Stimmen vorgeschlagen, fahrlässigen Betrug unter Strafe zu stellen. Dann hätte schon ausgereicht, dass eine Hellseherin selbst erkennen müsste, dass sie die behaupteten Fähigkeiten nicht besitzt und nichts bewirken kann.

Aber letztendlich wäre dieser Nachweis genauso schwierig zu führen gewesen.

Andere haben vorgeschlagen, die finanzielle Ausnutzung des Aberglaubens unabhängig von einer Täuschungsabsicht der vorgeblichen Hexe oder des Magiers in speziellen Strafnormen zu sanktionieren.”

Heute ist es praktisch so, dass eine Hellseherin vor Gericht selbst zugeben müsste, dass sie eine Betrügerin ist, um verurteilt zu werden. Dass das nie passieren wird, sollte doch auch dem Gesetzgeber klar sein, oder?

Das Einzige, was das Gericht machen kann, ist, über Indizien zu gehen. Also zu fragen: Was spricht denn möglicherweise für Vorsatz?

Wesentliche Kriterien dafür sind, ob zum Beispiel eine Hellseherin oder Astrologin sich an den anerkannten Verfahrensweisen ihrer Zunft orientiert – also etwa an astrologischen Regelwerken, unabhängig davon, wie untauglich diese auch sein mögen. Wenn sie das nicht getan hat, sondern eine willkürliche Fantasiemethode praktiziert, könnte das ein Indiz dafür sein, dass sie selbst gar nicht an solche Praktiken glaubt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das finanzielle Interesse. Wechseln, wie bei dem Fall in Hamburg, 322 000 Euro den Besitzer, spricht das durchaus für eine Betrugsabsicht. Insbesondere dann, wenn das Opfer immer wieder zu Zahlungen aufgefordert wird.”

Bei dem Prozess in St. Georg war zudem von Manipulation und Abhängigkeit die Rede. Die Hellseherin soll ihrer Klientin gedroht haben: Wenn sie das Geld bis Mitternacht nicht bekommt, dann ist die spirituelle Beeinflussung weg und der gewünschte Lebenspartner auch.

Genau, ein Abhängigkeitsverhältnis spielt bei solchen Verfahren ebenfalls eine große Rolle. Aber immerhin lässt unsere Rechtsprechung die Vorspiegelung einer Partnerzusammenführung mit übernatürlichen Mitteln als justiziable Tatsachenbehauptung zu.

In der Rechtswissenschaft gibt es Stimmen, die genau das verneinen und gar nicht erst von Betrug reden wollen, wenn jemand Geld für eine objektiv unmögliche Leistung bezahlt.”

Wer den Schmarrn glaubt, ist selber schuld?

So ungefähr. Viele Kolleginnen und Kollegen meinen, dass jemand, der sich nicht an den geltenden Rationalitätsstandards orientiert, den Schutz des Staates durch das Strafrecht nicht verdient.

Ich finde das aber nicht richtig, da es an der Realität vorbeigeht. Der Täter spiegelt dem Opfer aktiv falsche Tatsachen vor. Er nutzt den hieraus resultierenden Irrtum des Opfers erfolgreich für seine finanziellen Zwecke aus. Warum sollte der Aberglaube des Opfers den Täter entlasten, wenn dieser doch gerade den Aberglauben des Opfers bewusst ausnutzt?

Das Opfer hat daher aus meiner Sicht nicht die Pflicht, sich gegen den sogenannten Okkulttäter zu schützen.”

Was möchten Sie denn mit Ihrer Arbeit konkret bewirken?

Dass auch die Rechtswissenschaft sich mit dem Thema beschäftigt. Wie schon gesagt sind die Gerichte bei Betrugsprozessen in Sachen Hexerei und Magie meist auf Indizien angewiesen.

Deshalb finde ich es wichtig, dass Juristen davon Kenntnis haben, wie solche Delikte überhaupt passieren, wie Täter und Opfer ticken, in welchem Milieu sich das Ganze abspielt. Das könnte helfen, um sachgerecht beurteilen zu können, was nun Vorsatz ist und was nicht.”

In Ihrem Buch findet sich das Zitat, es sei „unmöglich, etwas Irrationales in die dürre Gedankenwelt von Juristen zu bringen“.

Damit wollte ich zum Ausdruck bringen, dass man ganz oft an seine Grenzen stößt, wenn man versucht, Sachverhalte, die völlig irrational sind, unter trockene Deliktsvoraussetzungen zu fassen. Wenn etwa eine Frau vor Gericht erklärt, sie sei eine Hexe – ist das dann rein juristisch als Tatsachenbehauptung zu werten? Oder als Täuschung?”

Die FAZ hat das in einer Rezension Ihrer Arbeit schön zusammengefasst:

„Ist der Versuch eines Verbrechens strafbar, wenn dazu Mittel eingesetzt werden, die einem rational denkenden Menschen als abwegig oder untauglich erscheinen? Darf jemand zur Notwehr oder Nothilfe greifen, wenn er subjektiv eine Gefahr annimmt, über den man objektiv bestenfalls den Kopf schütteln kann? Wird man betrogen, wenn man ein Vermögen für eine Leistung opfert, deren Erbringung ein verständiger Mensch von vorneherein nur in der Fabelwelt erwartet hätte?

Wird man genötigt, wenn man mit einem Zauber bedroht wird, obschon das in Aussicht gestellte Übel allenfalls deshalb Angst einflößt, weil es kulturelle Vorprägungen gibt, die dem Normalsterblichen Gott oder Vernunft sei Dank erspart geblieben sind?“

Exakt solche Fragen sind mit dem juristischen Handwerkszeug sehr schwierig zu erfassen. Das ist auch der Grund, weshalb die Jurisprudenz überwiegend davor zurückschreckt, das Thema wissenschaftlich anzugehen. Dabei ist die Praxisrelevanz mehr als evident, zum Beispiel bei den sogenannten Voodoo-Prozessen, die zunehmend Schlagzeilen machen.

Dabei geht es darum, dass Menschenhändler Frauen aus Afrika hier in Deutschland mit Voodoo-Flüchen und Zauberei zur Prostitution zwingen. Das Erschreckende ist, dass dieser Hokuspokus tatsächlich besser wirkt als die Androhung von Schlägen und ähnlichem.

Hier kommen wir also definitiv nicht weiter, wenn wir den Opfern nur dann eine Schutzwürdigkeit zubilligen, wenn sie sich nach unseren Maßstäben rational verhalten.”

Warum führt man nicht einfach den alten Gaukeleiparagraphen wieder ein?

Der Gaukeleiparagraph hat in einigen landesrechtlichen Polizeistrafgesetzbüchern recht lange existiert. In Baden-Württemberg wurde der Gaukeleitatbestand erst 1970 abgeschafft. Bis dahin war es in der Tat möglich, einen Täter zu verurteilen, auch wenn dieser lediglich subjektiv auf die Erlangung eines Entgelts beziehungsweise Vorteils abzielte, ohne dass tatsächlich ein Vermögensschaden beim Opfer entstand. Es spielte keine Rolle, ob der Täter selbst daran glaubte oder nicht, und die Justiz musste daher keine Täuschungsabsicht nachweisen.

Damals hätte man zum Beispiel eine Astro-TV-Beraterin umstandslos vor Gericht bringen können – auch unabhängig vom Leistungsinhalt, egal, ob sie nun ganz konkret eine Partnerrückführung verspricht oder nur vage die Sterne zu den Chancen einer Versöhnung befragen will.

Dann kam man aber zu der Überzeugung, dass es zu weit geht, jegliches Verhalten, das Allgemeinbelange gefährdet, mit repressiven Mitteln zu bekämpfen. Das kann ich auch nachvollziehen.”

Inwiefern?

Ich plädiere nicht für eine Ausweitung des Strafrechts. Ich denke nicht, dass der Staat alle Lebenssachverhalte mit den Mitteln des Strafrechts regeln muss. Mein Ziel ist es, Wissenschaft und Praxis für die rechtlichen Probleme im Umgang mit dem Übersinnlichen zu sensibilisieren.

Mein Appell geht an die Rechtswissenschaft, dabei die Rechtswirklichkeit im Blick zu behalten und sich zu fragen, ob es wirklich immer sachgerecht ist, im Bereich der Hexerei und Magie primär auf rein objektive Realitätserwartungen abzustellen und so eine Bestrafung des fraglichen Verhaltens abzuschneiden.”

Wie schätzen Sie die Erfolgsaussichten ein?

In einer Rezension für die jurablogs hat eine Richterin geschrieben, mein Buch solle in keiner staatsanwaltlichen und gerichtlichen Bibliothek fehlen. Das Weitere bleibt abzuwarten.”

Zum Weiterlesen:

  • Verena J. Dorn-Haag: Hexerei und Magie im Strafrecht. Mohr Siebeck, 474 Seiten, 99 €
  • Voodoozauber und Gaukelei, Skeptiker 4/2016
  • Herausforderung für unsere Rechtsordnung: Voodoo-Flüche und magische Eheanbahnung, GWUP-Blog am 13. Dezember 2016
  • Wie Menschenhändler mit Voodoo Frauen unterdrücken, Ärzte Zeitung online am 17. August 2017
  • Frauen auf dem Weg nach Europa: Die nächste Hölle wartet schon, n-tv am 13. August 2017
  • Minderjährige mit Voodoo-Ritual zur Prostitution gezwungen, diepresse am 10. August 2017

CSICON-Video: „A Conversation with James Randi”

Do, 17. 08. 2017

Noch ein Gespräch mit James Randi, diesmal bei der CSICON in Las Vegas:

In a “fireside chat” with Skeptical Inquirer editor Kendrick Frazier, James Randi recalls how he had been approached as a possible leader of a group that would later become CSI and CFI.

The 88-year old mentalist also shares his thoughts on Isaac Asimov, Johnny Carson, Carl Sagan, and other influential figures in the skeptic movement.”

Zum Weiterlesen:

  • TED Talk mit James Randi, GWUP-Blog am 15. August 2017
  • Interview mit James Randi: “Der Don Quixote des Rationalismus”, GWUP-Blog am 10. Juli 2017
  • “Ein bisschen Show”: Interview mit James Randi im Skeptiker, GWUP-Blog am 17. März 2017